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So funktioniert es

Wolfgang – hat noch was auf Lager

Das ohnehin schon mehrseitige ärztliche Bulletin von Kater Wolfgang (s.a. unter „Tierische Geschichten“) wurde jüngst um ein paar weitere Kapitel vermehrt.

Nach erfolgter Augen-Operation, wobei das rechte Auge leider entfernt werden musste, schien Wolfgang auf dem Weg der Besserung. Seine Patentanten, Freundinnen und Angestellten besuchten ihn, sorgten für Abwechslung im Alltag.

Am Sonntag dem 16. August, am späten Nachmittag, geschah etwas Unerklärliches. Wolfgang blutete stark aus dem Mäulchen. Später kamen schwere Krämpfe hinzu. Sofort wurde er zum Tierarzt gebracht, der zum Glück auch sonntags Dienst hatte. Es gelang, Wolfgang zu stabilisieren. Er bekam Medizin und ein Notfall-Set gegen einen eventuellen weiteren Krampfanfall.

Doch was war denn nur die Ursache? Hier mussten größere Geschütze her. Wolfgang wurde in der Tierklinik angemeldet – zur MRT (Magnetresonanztomografie). Das kennen sicher schon viele Menschen aus eigenem Erleben. „Mit der MRT kann man Schnittbilder des menschlichen (oder tierischen) Körpers erzeugen, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben.“ sagt Wikipedia…Und es sagt auch was zu den Kosten, die am oberen Ende der Skala zu finden sind.

Was sagte aber nun die Klinik? Gab es einen Tumor im Kopf, der die plötzlichen Ausfälle hervorrief? Das wäre ganz schlecht. Ist es Epilepsie? Das wäre zumindest behandelbar.

Die Ärzte fanden keinen Tumor. Gut!

Sie diagnostizierten eine Meningitis (Hirnhautentzündung), höchstwahrscheinlich hervorgerufen durch einen Zeckenbiss. Schlecht. Diese Viecher. Tierbesitzer und Wald- und Wiesenläufer wissen Bescheid.

Diese Meningitis verursachte demnach bei Wolfgang diese fürchterlichen Krämpfe. Eine Entzündung im Kater-Rachen kam auch noch dazu. Daher die Blutung aus dem Mäulchen.

Und als ob das alles noch nicht genug wäre, wurde außerdem festgestellt, dass in beiden Ohren irgendwelche Kanäle nicht frei sind – beim einen Ohr mehr, beim anderen weniger. Dadurch drückte es von dort auch auf sein Gehirn und trug zu den Krämpfen bei.

Es ist wirklich unglaublich! Wolfgang hat sich vor seinem Auffinden letztes Jahr im Oktober ja offenbar reichlich bei allen möglichen und unmöglichen Krankheiten bedient…Aber nun kommt so nach und nach alles ans Licht.

Er erhielt weiter Medikamente gegen die Entzündung und zusätzlich gegen die Viren.

Ende August sollte er schließlich an den Ohren operiert werden, um die bewussten Kanäle freizumachen. Eine sehr heikle Geschichte, weil man sehr nah an besonderen Nervenbahnen operieren müsste. Jedoch – sein Gesundheitszustand hatte sich dank der Medikamente schon soweit gebessert, dass diese OP zurückgestellt werden konnte. Erstmal geht es also weiter mit Medizin. Gemischt mit ordentlichen Portionen Futter kriegt Wolfgang die leicht runter. Das Essen schmeckt ihm nach wie vor, auch wenn es Nierendiät ist.

Es ist so überaus bewundernswert, wie Wolfgang das alles trägt. Er ist gleichbleibend freundlich, umgänglich, verschmust. Er liebt es, auf dem Schoß zu kuscheln, sich zu putzen, zu ruhen – ausdauernd, stundenlang. Aber ein wenig Zeit erübrigt Wolfgang auch fürs Spielen und Essen…

Wir wünschen ihm nun baldige und vollständige Genesung und natürlich weiterhin, dass er bald einen verständnisvolles, geduldiges Menschenherz (plus Schoß) erobern kann – oder gern auch mehrere.